Methan

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                                           Methan 

Methan ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Kohlenstoffe und das einfachste Alkan. Methan (chemische Formel CH4) gehört ebenso wie Kohlendioxid und Wasserdampf zu den seit dem Bestehen unseres Planeten existierenden natürlichen Treibhausgasen. Man kann Methan weder sehen noch fühlen. Es entsteht zum Beispiel im Magen von Rindern. Wenn Kühe rülpsen oder pupsen, stoßen sie das Gas aus. Neben den Wiederkäuern sind aber auch Mülldeponien, schadhafte Erdgasleitungen, Sumpfgebiete und Reisfelder für diese Entwicklung verantwortlich. Die meisten Mengen an Methan entweichen jedoch bei der Nahrungsmittelerzeugung. Dabei wird die größte Menge aller Emissionen bei der Tierhaltung und dem Reisanbau freigesetzt. Weil Methan keinen Geruch hat, könnte man eigentlich denken, dass das Gas den Menschen nichts ausmacht. Aber Methan bewirkt, dass der Klimawandel schneller vorangeht. Je mehr Methan in die Luft ausgestoßen wird, desto schneller könnte sich die Erde erwärmen. Methan ist zum Beispiel stärker als der Stoff, den Autos in die Luft lassen. Deshalb sollte man, wenn man die Umwelt schützen will, auch nicht so oft Rindfleisch essen. Methan kommt aber auch in der Erde vor. Im Meeresboden in Sibirien haben Forscher gerade viel mehr von dem Gas entdeckt, als sie dort vermutet hatten.

In der öffentlichen Wahrnehmung steht Methan als Treibhausgas im Schatten von Kohlendioxid. Völlig zu Unrecht, denn mit einem Treibhauspotential, das etwa 25 mal größer als das von Kohlendioxid ist, macht es ein Sechstel der anthropogenen Treibhausgasemissionen aus. Es absorbiert ebenso wie Kohlendioxid infrarotes Licht und verhindert so, dass die durch die Sonne eingestrahlte Wärme wieder in den Weltraum abgegeben werden kann. Unterschätzt wird Methan jedoch vor allem mit Blick auf konkreten Klimaschutz.


Quelle: -Blinde Kuh "Methan"